Rundfunkjournalismus


Der Hörfunkjournalisthoerfunkjournalist

Radiojournalisten und -redakteure arbeiten zunächst wie ihre Kollegen aus dem TV- und Printbereich auch: Recherchieren, Interviews, Schreiben, Redigieren und Konzipieren.

Wodurch unterscheiden sie sich? Sie unterscheiden sich durch die Fähigkeit, "mit den Ohren zu denken". Der Hörfunkjournalist entwickelt ein akustisches Drehbuch, für ihn zählt nicht die geschriebene Zeile, sondern die Sendeminute. Er muss über ein klangliches Vorstellungsvermögen verfügen und einen akustischen Beitrag mit einer den Hörer interessierenden richtigen Mischung aus Kürze, Verweilen und Informationsdosierung liefern.

Die Handwerkszeuge des Radiojournalisten sind das mobile Aufnahmegerät vor Ort (vielfach Minidisc-Geräte oder digitale Recorder und besonders hochwertige Mikrophone), der digitale oder analoge Schneideplatz sowie last not least der Arbeitsplatz am Computer.

Oft muss alles besonders schnell gehen, so schnell, wie das Medium Radio selber ist. Die Aktualität des Mediums gestattet keinen geruhsamen Arbeitsstil. Oft fällt die Freizeit zum Opfer, was von Hörfunkjournalisten eine hohe Belastbarkeit abverlangt. Eine gute Zusammenarbeit mit Sendetechnikern und Produktionsteam ist selbstverständlich.