Henry Dunant und das Rote Kreuz


Elke Endraß
Der Wohltäter
Warum Henry Dunant das Rote Kreuz gründete

120 Seiten, 11 Abbildungen, kartoniert
Euro 9,95 / sFr 18,60 / Euro (A) 10,20
ISBN 978-3-88981-288-9

Veröffentlicht März 2010 im Wichern-VerlagDunant_Cover_mittel

Nur durch Zufall wird der reisende Schweizer Kaufmann Henry Dunant Augenzeuge der Schlacht von Solferino. Die grausamen Eindrücke verändern sein Leben von Grund auf. Vor allem die unzähligen Verwundeten schockieren ihn. Während er versucht, ihnen zu helfen, setzt sich eine Idee in ihm fest: „Wäre es nicht möglich, freiwillige Hülfsgesellschaften zu gründen, deren Zweck es ist, die Verwundeten in Kriegszeiten zu pflegen oder pflegen zu lassen?“ Zurück in Genf, setzt sich Dunant unermüdlich für den Aufbau des Roten Kreuzes ein. In ganz Europa wird er geehrt und geachtet. Doch sein Ruhm ist nur von kurzer Dauer. Der calvinistisch geprägte Geschäftsmann verschuldet sich. Seine Karriere endet im betrügerischen Bankrott. Das Rote Kreuz schließt seinen Gründer aus, und Dunant zieht unerkannt durch die Lande. In Heiden am Bodensee verbringt er seine letzten Lebensjahre - ein frömmelnder Sonderling, der sich mit apokalyptischen Endzeitvisionen beschäftigt und mit Kirche und Staat hadert. Auch die Tatsache, dass ihm für seine humanitären Verdienste der erste Friedensnobelpreis verliehen wird,  reißt ihn nicht aus seiner Verbitterung. „Ach, wie mühsam ist ein langsames Sterben“, sagt Dunant kurz vor seinem Tod, der ihn am 30. Oktober 1910 erlöst.

Stimmen zum Buch:

"Das im 100. Todesjahr erschienene Werk ist flüssig geschrieben, übersichtlich, umfassend. Es zeigt Henry Dunant als "Mensch, Wohltäter, Visionär", dabei durchaus auch in kritischer Sicht. Konzentriert werden sämtliche wichtigen Phasen und Themen dargestellt, häufig mit prägnanten Zitaten unterlegt. Besonders lesenswert ist auch die Würdigung des Solferino-Buches von Dunant als "literarische Leistung". Der Anhang enthält Lebensdaten und eine kurze Bibliografie." (DRK-Generalsekretariat, Dr. Manfred Mohr)

"Sensibel und kenntnisreich" (Rotkreuz Magazin)

"Wer eine knappe und konzentrierte, gut lesbare Biographie Henry Dunants sucht, ist mit Elke Endraß kürzlich erschienenem Buch gut bedient. Kenntnisreich und ohne den Schweizer Philanthropen zu verklären ... zeichnet die Autorin Dunants Leben und Leistung nach." (Fifty fifty-Streetwork)

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